Historie von Pommern und dem Moselraum

Pommerner Impressionen
 

Auf dem Martberg, ein Hochplateau bei Pommern/Mosel, zwischen Cochem und Koblenz, siedelten um 500 v. Chr. die Treverer, ein Keltenstamm zwischen Rhein und Maas. Um 50. v. Chr. eroberten römische Truppen, angeführt von Julius Cäsar (100-44 v. Chr.) das Gebiet der Treverer. Die Kultstätte auf dem Martberg übernahmen die Römer und nannten ihn Mons Martis (Berg des Mars) und bauten diese aus und weihten den Martberg dem röm. Kriegsgott Mars. Die Wurzeln von Pommern gehen auf keltische Siedlungen zurück und stehen im Zusammenhang mit dem Martberg. Im Übergang von der Kelten- in die Römerzeit nehmen die Römer auch den Flecken im Moseltal in Besitz, wo sich heute Pommern befindet. Hier kultivierten sie Weinreben und Äpfelbäume. Der Name Pommern leitet sich vom lat. Wort pomaria  (= Apfel / Obstgarten) ab.

 

 

Pommerner Ansicht
 

ehemaliger Zehnthof

Um 476 n. Chr. brach das weströmische Reich zusammen und die Franken besiedelten nach der Völkerwanderung unter anderem das ehemalige Gebiet der Treverer. Sie gaben den Martberg auf und siedelten in der Eifel im Hunsrück und im Moseltal. Interessanterweise haben sich die Franken weniger dem Weinbau sondern dem Ackerbau und der Viehzucht gewidmet. In vielen Moselorten blieb die römische Bevölkerung ansässig und kultivierten weiterhin Weinreben. Die Franken nannten die Siedlung Pomaries villa. Dies war die Zeit, in der das heutige Pommern gegründet wurde. Nach dem Auseinanderbrechen des fränkischen Reichs im 9. Jahrhundert gehört das Moselgebiet zum Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation, das 1806 endete. Noch im 12. Jahrhundert wird im Moselraum ein Tochterdialekt des Lateinischen gesprochen. Viele Wörter im Sprachgebrauch der moselfränkischen Mundart zeugen davon.
 

 

755 schenkte der Bischof von Metz (Lothringen) der Abtei Gorze bei Metz Weinberge in Pommern. 1264 kauft die Zisterzienserabtei Himmerod bei Wittlich in der Eifel denselben Besitz der Abtei Gorze ab. Die Zisterzienser betreuen in der Folgezeit die Pfarrei Pommern bis 1802. Die wichtigsten Grundherren im Mittelalter waren die bereits erwähnte Abtei Himmerod, die Trierer Kurfürsten, die Grafen von der Leyen, das ehem. Zisterzienserinnenkloster Rosenthal am Pommerbach bei Binningen und das Kollegiatsstift Karden. Heute zeugen in Pommern noch einige Gebäude aus der mittelalterlichen Zeit, zum Beispiel das ehem. erzbischöfliche Burghaus mit Stockturm, das Kurtrierische Amtshaus, das ehem. kirchliche Hochgericht und das einstige Himmeroder Hofhaus (heute Pfarrhaus).

 

einstiges Himmeroder Hofhaus

 

Historisches Gebäude im Ortskern

Seit dem frühen Mittelalter gehörte Pommern zum Herrschaftsbereich der Trierer Kurfürsten. Der jeweilige Kurfürst war Bischof und zugleich auch Landesherr. Infolge der französischen Revolution (1789) wird das linke Rheinufer 1794 von den Franzosen besetzt und Pommern steigt zu einer Mairie (Bürgermeisterei) auf; diese bleibt bis 1932 bestehen. 1816 nach dem Wiener Kongress übernimmt das Königreich Preussen das Rheinland, bis 1945 gehört Pommern zum preussischen Rheinland. Heute ist Pommern mit seinen hübschen Fachwerkhäusern ein sehenswerter Weinort an der Terrassenmosel, der zum Verweilen einlädt.

 

Pommerner Impressionen

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